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Kölsche Perle in der Altstadt – Das Rüttgers

Aktualisiert: 7. Juni

Ein absoluter Geheimtipp, bei dem wir auch schon mal des Öfteren mit unseren Gästen nach einer Brauhaustour einkehren, ist das Rüttgers. Mitten in der Altstadt, aber doch abgelegen vom touristischen Treiben, treffen sich hier hauptsächlich die Kölner! Die kleine Kneipe am Buttermarkt 1, gleich neben dem sehr beliebten Libanesen „Beirut“, wird geführt von Angela Rüttgers, der guten Seele der Altstadt, die sich hier bereits seit 17 Jahren mit viel Liebe und Hingabe um ihre Gäste kümmert.


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Wie die Jungfrau zum Kind


Wie Angela zu ihrer Kneipe kam, ist eine ganz besondere Geschichte. Nicht viele ihrer Gäste wissen oder zumindest wussten nämlich, dass das Rüttgers schon seit Beginn an in ihren Händen war. Tatsächlich verbanden die meisten die gemütliche Kneipe nämlich mit dem Namen von Angelas Mutter Edeltraud. Edeltraud war lange Jahre das Gesicht des Rüttgers. Angela war beruflich tatsächlich auf einer ganz anderen Schiene unterwegs.


Angie, wie sie liebevoll von uns Gästen genannt wird, studierte BWL und begann ihre Karrierelaufbahn in einem Callcenter. Edeltraud hingegen war schon immer als Theken- und Servicekraft unterwegs und hierfür weithin bekannt. Doch als die Kneipe, in der sie lange Jahre arbeitete, aufgrund einer Nichtverlängerung des Pachtvertrages 2006 schließen musste, war Edeltraud bereits 59 Jahre alt - dass es schwierig ist, in diesem Alter einen Job zu finden, ist gemeinhin bekannt. Doch zum Glück gibt es die Familie!


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Gemeinsam zum Ziel


Angie konnte und wollte ihre Mutter nicht im Stich lassen. Was lag da näher, als einfach eine eigene Kneipe aufzumachen, in der ihre Mutter schalten und walten konnte, wie sie wollte? So war die Zeit bis zur Rente überbrückt, das war zumindest die Idee. Die Location am Buttermarkt war schnell gefunden, der Pachtvertrag unterschrieben, alles war startklar. Und so ging es los, Angie übernahm den Laden auf dem Papier, Edeltraud, kurz Edel genannt, den Großteil des operativen Geschäfts und man entschied sich, der Kneipe den Familiennamen Rüttgers zu geben. Nach anderthalb Jahren wandte sich der Verpächter an Angie. Er sei insolvent, die Geschäftsräume würden zwangsversteigert, sie hätte aber die Chance, diese zu kaufen. Was tun? Die Zwangsversteigerung abwarten oder gar daran teilnehmen mit der Möglichkeit, ein Bietergefecht zu verlieren und vielleicht nach so kurzer Zeit aus der Kneipe rausfliegen? Angie zögerte nicht lange. Sie wartete gar nicht erst auf die Versteigerung, sie ergriff die Gelegenheit und erwarb die Räumlichkeiten!


Aufgrund der Bekanntheit von Edel lief das Geschäft innerhalb kürzester Zeit! Angie half abends aus, ging aber etwas früher, da morgens um 6 der Wecker für den Hauptjob klingelte. Mit der Zeit erforderte das Geschäft mehr und mehr Aufmerksamkeit, Angie reduzierte die Stunden im Job und konzentrierte sich mehr auf das Rüttgers. Nach ein paar Jahren kündigte sie und widmete sich nur noch dem Laden. Dann der Schicksalsschlag im Dezember 2019.


Nach einem Schlaganfall verstarb Edeltraud plötzlich. Angie hatte gerade erst ihre große Liebe geheiratet, die sie übrigens bei der Eröffnung des Rüttgers kennengelernt hatte. Angie machte weiter, nicht ahnend, dass die nächste große Herausforderung auf sie wartete: die Pandemie. Zwei harte Jahre folgten und Angie stand kurz davor, sich gegen die Gastronomie zu entscheiden. Viele ihrer Gäste hatten sich beruflich verändert und kamen nicht mehr in die Altstadt, immerhin ist das Rüttgers vor allem für die Gastro-Mitarbeiter der Kölner Altstadt die Anlaufstelle für ihr Feierabendbierchen. Doch mit einem Mal platzte der Knoten. Die Gäste trudelten wieder ein und das Geschäft fing wieder an, sich zu lohnen. Angie bleibt uns also zum Glück weiterhin als Altstadt-Wirtin erhalten!


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Der Charme des Rüttgers


Ob man nun im Rüttgers an der Theke sitzt und knobelt, sich um die großen Bierfässer herum als Gruppe sammelt und quatscht, am Dartautomaten um das ein oder andere Kölsch spielt oder an den Spielautomaten sein Glück herausfordert, Angie hat immer ein Auge auf und ein Ohr für ihre Gäste. Hier fühlt man sich nicht nur willkommen, man ist es! Dazu bietet das Rüttgers den großen Vorteil, dass man hier keiner „Touristenabzocke“ unterworfen ist, sondern seine Getränke zum fairen Preis genießen kann. Im Ausschank hat sie übrigens das beliebte Reissdorf-Kölsch. Und Angie trinkt natürlich auch zwischendurch mal ein Stößchen mit!


Falls ihr nicht wisst, was ein Stößchen ist, dann wird es Zeit, mal mit uns auf Tour zu gehen, wir erklären es euch gern. Und natürlich haben wir noch weit mehr Fakten und Anekdötchen rund um Köln, Kölsch und die Brauhäuser auf Lager! Zum Schluss noch eine Bitte: Folgt uns, teilt, liket und kommentiert unsere Beiträge und wenn euch gefällt, was wir machen, dann empfehlt uns, ob digital oder analog! Damit wir euch auch in Zukunft noch lange erhalten bleiben und euch mit weiteren Blogartikeln, aber eben auch mit unseren Touren versorgen können! An dieser Stelle schon mal Danke, wir hoffen, wir sehen euch bald auf unserer Tour! Hier kommt ihr auch direkt zur Buchung!

 

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