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Die zweitleckerste Kölner Sehenswürdigkeit: Das Schokoladenmuseum

Aktualisiert: 7. Juni

Schokofans aufgepasst! Nicht nur unsere lokale Spezialität Kölsch lockt jährlich unzählige Besucher, auch unser bekanntestes Museum ist ein wahrer Publikumsmagnet: das Schokoladenmuseum! 650.000 Besucher sind jedes Jahr von der süßen Verführung begeistert. Damit ist das Schokoladenmuseum auch das meistbesuchte Museum in Köln. Du lernst hier nicht nur viel über die Geschichte und Herkunft von Kakao und Schokolade, sondern kannst natürlich die Leckerei auch am einzigartigen Schokobrunnen probieren!

 

Im Schokoladenmuseum finden immer wieder auch Führungen, Events und Pralinenkurse statt. Auch ein Café mit leckerem Kakao, zartschmelzendem Eis und feinsten Kuchen gehört zum 4.000 m² großen Museum. Mit etwas Glück findet ihr einen Platz draußen auf der Terrasse und lasst euch dort eure Auswahl mit Blick auf den Rhein schmecken!



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Was gibt es im Schokoladenmuseum zu sehen?


Die Ausstellung selbst deckt ganze 5.000 Jahre Kakao-Geschichte ab! Zu den Themen Schokolade, ihrer Herkunft und kultureller Bedeutung gibt es unzählige historische Ausstellungsstücke zu sehen, unter anderem auch alte Maschinen, mit denen früher Schokolade hergestellt wurde, ebenso aber auch die Geschichte der Schokolade in der Werbung. Damit ist das Museum die weltweit umfangreichste Darstellung von Vergangenheit und Gegenwart von Kakao und Schokolade.

 

Eine interessante Besonderheit ist, dass das Museum schon seit 2019 klimaneutral bewirtschaftet wird. Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind für die Museumsmacher ein wichtiges Anliegen. Daher werden auch umweltschädliche Auswirkungen des Kakaoanbaus thematisiert. Gleiches gilt für die oftmals schwierigen Arbeitsbedingungen in den mittel- und südamerikanischen Anbauländern.

 

Auch ein kleines Tropenhaus findet sich im Museum, in dem ihr am eigenen Leib erfahrt, in welchem Klima tropische Pflanzen wachsen. Natürlich finden wir hier auch Kakaobäume. Noch dazu gibt es im Schokoladenmuseum eine Schokoladenfabrik, in der ihr seht, wie Chocolatiers die süße Versuchung herstellen. Zwischendurch solltet ihr euch unbedingt am berühmten Schokoladenbrunnen stärken! Und keine Sorge: Auch zwischendurch könnt ihr im Museum immer mal wieder ein Stückchen Schokolade naschen!

 

Das Schokoladenmuseum ist übrigens schon längst nicht mehr nur ein Treffpunkt für Schoko-Fans. Auf dem Vorplatz finden übers ganze Jahr verteilt verschiedene Events statt, zum Beispiel Street Food Festivals, das Mittsommerfest im Juni oder der gemütliche Hafenweihnachtsmarkt ab Ende November.

 


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Schokoladenmuseum seit 1993

Das Museum wurde von Hans Imhoff gegründet und 1993 eröffnet. Damals war man skeptisch, ob ein solches Spezialmuseum Erfolg haben könnte. Die Besucher belehrten die Skeptiker aber rasch eines Besseren. In den ersten Jahren stand der Schokoladenhersteller Stollwerck hinter dem Museum; 2006 wurde Lindt Partner des Museums. Daher ist es keine Überraschung, dass in der Anfangszeit viele Ausstellungsstücke aus dem Hause Stollwerck stammen. Dies hat sich aber nach der Übernahme durch Lindt geändert.

 

Dennoch ist die Familie Imhoff bis heute im gesellschaftlichen Leben Kölns weiter präsent, vor allem über die von Hans Imhoff gegründete Imhoff-Stiftung. Der Wohltäter wollte auf diesem Weg seiner Heimatstadt etwas Gutes tun. Die Stiftung unterstützt Bildungsprojekte, soziale oder künstlerische Projekte in Köln.

 

Über 120 Jahre Schoko-Kunst in Köln

Die Firma Stollwerck wurde 1839 von Franz Stollwerck gegründet, stellte aber zuerst unter anderem Hustenbonbons her; Schokolade kam erst 1860 dazu. Die Industrialisierung brachte dann auch für die Schokoladenherstellung einen echten Schub. Um die Jahrhundertwende lief das Geschäft gut, doch die Weltwirtschaftskrise der 1920er und 1930er Jahre sowie der Zweite Weltkrieg hinterließen tiefe Spuren.

 

Die Wende kam erst 1972, als Hans Imhoff das Unternehmen übernahm. Er baute Stollwerck erneut zu einem der führenden Schokoladenhersteller der Welt aus. Allerdings wurde Mitte der 1970er Jahre das traditionsreiche Werk im Severinsviertel geschlossen.

 

Stollwerck und die Südstadt

Die Fabrik prägte damals den Stadtteil. Von dieser Zeit erzählt auch das Stollwerck Mädchen (auch Schokoladenmädchen oder Pralinenmädchen genannt), ein 1989 aufgestellter Brunnen mit einer Bronzefigur am Serverinskirchplatz. Zur Zeit der Schokoladenfabrik hatten die jungen Frauen, die dort arbeiteten, einen eher zweifelhaften Ruf. Sie bereiteten sich nicht auf die Rolle als Ehefrau und Mutter vor, die damals für junge Frauen vorgesehen war, sondern gingen einer Arbeit nach. Laut eines Zeitungsberichts aus dem Jahr 1902 konnten sie weder kochen noch nähen. Ein Skandal für die damalige Zeit!

 

Nach der Schließung der Fabrik kam es auch zur größten Hausbesetzung Kölns: die Stollwerkbesetzung. Das Ganze dauerte fast 50 Tage. Darüber schrieb BAP (vielleicht kennt ihr ja Wolfgang Niedecken) sogar ein Lied, das „Stollwerckleed“. Heute ist das Bürgerhaus Stollwerck in der Südstadt nicht nur eines der größten Bürgerhäuser in Nordrhein-Westfalen, hier finden auch viele Ausstellungen oder Konzerte statt.



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Euer Besuch im Schokoladenmuseum

Gerade an Tagen, an denen es erfahrungsgemäß voll wird im Schokoladenmuseum – also zum Beispiel sonntags oder an Feiertagen – empfiehlt es sich, online Karten zu kaufen. Ansonsten lassen sich die Tickets abernatürlich auch direkt an der Kasse erwerben.

 

Und immer wieder steht vor dem Schokoladenmuseum das Kölner Riesenrad, das regelmäßig zwischen dem Zoo und dem Schokoladenmuseum hin und her pendelt. Ihr könnt euch vor eurem Besuch in Köln auf der Webseite des Kölner Riesenrads über den aktuellen Standort erkundigen. Möchtet ihr aufs Riesenrad und ins Schokoladenmuseum, könnt ihr natürlich direkt ein Kombiticket kaufen.

 

Wer in Köln nicht nur Durst nach Kölsch, sondern auch Lust auf Schokolade habt, sollte einen Besuch im Schokoladenmuseum einplanen. Und danach am besten an einer unserer tollen Brauhaustouren teilnehmen! 😉

 

 


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